Der Friede Gottes: Sicherheit in Zeiten der Gewalt
Wir laden Sie, liebe Leserinnen und Leser, dazu ein, über die Bedeutung des Friedens Gottes in Ihrem Leben nachzudenken, gerade in diesen schwierigen Zeiten, die von Gewalt, Unsicherheit und Kriegen geprägt sind.
Dieser Bereich ist dafür gedacht, darüber nachzudenken, wie sich der Friede Gottes als innere Kraft zeigt, eine Kraft, die allen Menschen zugänglich ist und die Herzen verwandeln kann, mit Auswirkungen auf die ganze Welt.

Denken wir einmal darüber nach: Sind es nicht die Menschen selbst, die Dinge Wirklichkeit werden lassen? Sie gestalten Gesellschaften, entwickeln Technologien weiter, diskutieren Ideen und entwerfen Pläne. Auf diese Weise treiben sie Forschung und Entwicklung in den unterschiedlichsten wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Bereichen voran.
Es ist also das Innere jedes einzelnen Menschen, aus dem die Ereignisse dieser Welt hervorgehen und sich verwirklichen, positiv oder, leider noch, negativ.
Darum ist es der Mensch selbst (dieses spirituelle Wesen), den wir mit Liebe betrachten sollten. Denn von ihm gehen alle Strukturen aus, die uns umgeben. Wo Frieden, Ruhe, Harmonie und Fortschritt in der Gesellschaft spürbar werden, geschieht dies, weil der Mensch diese Werte in seinem Inneren pflegt und nährt. Trägt er jedoch inneres Chaos in sich, dann wird sich auch dieses Chaos in der Welt widerspiegeln.
Aber Sie fragen sich vielleicht: Was hat das mit dem Frieden Gottes zu tun?
Jeder Mensch, der den Frieden Gottes in seinem Herzen trägt – ob Mann, Frau, Kind, Jugendlicher oder älterer Mensch –, ist in der Lage, Außergewöhnliches in seinem Leben und im Leben anderer zu bewirken. Der innere Frieden, der von Gott kommt, ermöglicht es uns, den Herausforderungen des Lebens mit Ausgeglichenheit zu begegnen, schwierige Situationen mit Gelassenheit zu meistern und geistige wie seelische Klarheit zu bewahren. Auf diese Weise begleitet und stärkt er uns auf der Suche nach dem wahren Glück.
Deshalb lehrt der Schriftsteller Paiva Netto (1941-2025), geistiger Führer, in seinem Blog:
„Das höchste Gut, das der allmächtige Schöpfer dem Menschen bieten kann, ist der innere Frieden, der durch nichts in dieser Welt ersetzt werden kann. Wer den Frieden hat ist kräftig, denn er trägt Gottes Macht in seinem Herzen.“
Dieser Frieden, den Jesus uns täglich schenkt und von uns erwartet, dass wir ihn in unseren Herzen pflegen, besitzt eine verwandelnde Kraft, die von Liebe, Brüderlichkeit und Hoffnung durchdrungen ist. Gerade in schwierigen Zeiten, wenn wir Kraft brauchen, um Probleme zu lösen, Mut, um die richtigen Entscheidungen zu treffen, Ausdauer, um Krankheiten zu überwinden, und Glauben, um Gutes zu tun, ist es dieser innere Frieden, der Göttliche Frieden, der uns stärkt und uns das nötige Gleichgewicht gibt, um den Herausforderungen des Lebens zu begegnen.
Der Friede Gottes ist nicht der Friede der Menschen

Der Friede Gottes ist nicht mit dem Frieden zu verwechseln, den Menschen zu schaffen versuchen. Dieser ist oft der oftmals illusorisch ist, weil ungelöste Konflikte und Spannungen weiterbestehen und neues Leid verursachen können. Der Friede Gottes hingegen, den wir suchen und den Er uns anbietet, ist ein wirklicher Friede. Er kommt von Gott selbst und nur Jesus kann ihn uns schenken.
„Meinen Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Ich gebe euch nicht den Frieden der Welt. Ich gebe euch den Frieden Gottes, den die Welt euch nicht geben kann. Euer Herz beunruhige sich nicht und fürchte sich nicht, denn ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“ (Evangelium nach Johannes 14:27 und Matthäus 28:20).
In diesen Worten verheißt der Christus Gottes einen Frieden, den die Welt nicht geben kann. Er kam, um den Frieden Gottes zu lehren, einen Frieden, der für alle zugänglich ist, die ihn suchen. Denn Er weiß, wie sehr wir diesen Frieden brauchen, um ein gutes und erfülltes Leben führen zu können.
Darüber hinaus tröstet uns Jesus mit der Zusage: „Euer Herz beunruhige sich nicht und fürchte sich nicht, denn ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt!“ Er selbst sah die Herausforderungen und Schmerzen voraus, denen wir begegnen würden, und versprach uns Seinen Göttlichen Frieden, um uns auf den rechten Weg zu führen und uns Ausgeglichenheit, Kraft und Sicherheit zu geben und uns niemals im Stich zu lassen.
Jesus ist immer bei uns, um unsere Schritte auf der Suche nach dem Guten zu leiten. Wir müssen uns nur Ihm zuwenden und werden dann alles erlangen, was Er uns durch gute Gefühle, Gedanken, Worte und Taten zu geben hat.
Der Glaube an Gott und die Suche nach Frieden bedeuten nicht, dass es keine Kämpfe oder Schwierigkeiten gäbe. Sie bedeuten vielmehr, dass wir in Ihm die Kraft finden, sie zu überwinden. Zu wissen, dass der Weg von der Göttlichen Liebe erhellt wird, bringt Ruhe in unser Herz und eröffnet uns Horizonte für den Sieg.
Wie erlangt man den Frieden Gottes?
Frieden ist eine Errungenschaft für alle, denn er liegt in unseren Händen. Es handelt sich nicht um eine passive Haltung, bei der wir nur abwarten, bis er eintritt. Vielmehr verlangt er von uns eine bewusste Entscheidung: eine Haltung der Liebe und Geduld, der Harmonie und der Vergebung.
Um diesen Weg des Friedens zu gehen, haben wir vier Praktiken ausgewählt, die Sie dabei unterstützen können:
1. Beschäftigen Sie sich näher mit den Lehren Jesu
Es ist äußerst wichtig, die Lehren im Heiligen Evangelium und in der Offenbarung Jesu näher zu betrachten, zu erforschen und zu durchdenken. In ihnen finden wir klare Hinweise darauf, wie wir besser leben, den Frieden der Seele finden, schwierigste Probleme bewältigen und unserem Leben einen Sinn und eine Richtung geben können. Dafür ist es jedoch notwendig, Jesus wirklich kennenzulernen und Seine Lehren zu verstehen, um sie anschließend im Alltag konkret anzuwenden.
Die Göttliche Religion bietet verschiedene Räume und Möglichkeiten des Austauschs und der Vertiefung, denn wie wir in diesem Gesegneten Haus gelernt haben, „ist Jesus eine tagtägliche Errungenschaft für alle Menschen, die nach Wissen, Barmherzigkeit, Brüderlichkeit, Freiheit und Gleichheit gemäß dem Gesetz der Multiplen Leben dürsten. Jesus selbst bietet keinen Anlass für Ressentiments und Kriege”.
2. Befreien Sie sich von negativen Gefühlen
Oft ohne es bewusst wahrzunehmen, sammeln sich in unserer Seele Lasten an, die uns den Weg erschweren und uns daran hindern, inneren Frieden zu finden. Verletzungen, Neid, Faulheit, Verurteilungen und Gleichgültigkeit sind Beispiele für Gefühle und Verhaltensweisen, die uns nicht gut tun. Daher ist es unerlässlich, nach Selbsterkenntnis und innerem Frieden zu streben, um die Seele Tag für Tag von diesem inneren Ballast zu reinigen, der uns schadet.
Unser spiritueller Führer Bruder Paiva Netto erinnert uns seit Langem daran:
„Frieden, wahrer Frieden, entsteht zuerst im reinen Herzen des Menschen. Und allein Jesus kann das Herz der Menschheit von allem Hass reinigen, denn Jesus ist der Herr des Friedens.“
3. Beten Sie zu Jesus, dem Ökumenischen Christus, dem Göttlichen Staatsmann
Die grundlegende Übung für alle, die Seelenfrieden und spirituellen Schutz suchen, besteht darin, auf diese Ressource zurückzugreifen, was Jesus uns selbst gelehrt hat: mit ganzem Herzen mit Gott zu sprechen. Das Gebet ist die Gewissheit, die Jesus uns schenkt, damit wir mit verwirklichendem Glauben und durch unser eigenes Bemühen das erreichen können, wonach wir uns sehnen.
„Mit Gott sprechen“, dieser Leitsatz war ein zentrales Anliegen von Bruder Alziro Zarur (1914-1979), dem unvergessenen Verkünder der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes. Bereits vor über 70 Jahren rief er in seinen Radiopredigten dazu auf, dieses direkte und vertrauensvolle Zwiegespräch mit dem Meister Jesus zu pflegen.
4. Tun Sie Gutes

Gutes zu tun und anderen Menschen zu helfen, öffnet unserer Seele Räume für Wachstum und spirituelle Entwicklung. Es hilft uns, über den eigenen Schmerz hinauszublicken und Mitgefühl für das Leiden unserer Mitmenschen zu entwickeln.
Wir werden niemals den Wahren Frieden in unserem Inneren, in unserem Zuhause, in der Gesellschaft finden, der uns Glück, Leichtigkeit und Weisheit schenkt, wenn wir die Not unserer Mitmenschen übersehen und gleichgültig und egoistisch miteinander umgehen. Darauf weist uns unser spiritueller Führer Paiva Netto immer wieder hin: „Wer seinen eigenen Schmerz lindern will, muss denen helfen, die leiden.“ Und wie der unvergessene Verkünder der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, Alziro Zarur (1914-1979), lehrte: „Gott hat den Menschen so geschaffen, dass er nur glücklich sein kann, wenn er Gutes tut.“
Darum ist es unerlässlich, im Gebet zu verharren und unsere täglichen Handlungen bewusst auf das Gute auszurichten, indem wir Liebe, Nächstenliebe und Barmherzigkeit pflegen. Angesichts der Herausforderungen, vor denen wir stehen, müssen wir auf diesem Weg, der uns zum Frieden Gottes im Herzen führt, standhaft bleiben.
So kann nichts eine Frau oder einen Mann aufhalten, die sich für das Gute entschieden haben. Sie gehen diesen Weg nicht allein, sondern begleitet von einer Armee von Gesegneten Seelen, von Geistern Gottes, die sie stärken und ihnen den Frieden Gottes schenken! So wie wir in diesem wunderschönen Vers lesen, den der Apostel Petrus überliefert hat:
„Wendet euch vom Bösen ab und tut das Gute; sucht den Frieden und folgt ihm.“ (Erster Brief des Petrus, 3:11)
Jedes Detail zählt, verschieben wir nichts auf später
Manchmal betrachten wir das Thema Frieden als etwas Selbstverständliches und erkennen dabei nicht, wie unverzichtbar er für ein Leben in Harmonie und Zusammenarbeit ist, sowohl für uns selbst als auch im gemeinschaftlichen Miteinander. Oftmals wird uns dies erst bewusst, wenn Gewalt oder Krieg unser Leben erschüttern.
Darum dürfen wir die notwendigen Schritte für den Frieden nicht aufschieben. Jedes Detail unserer Gedanken, Worte und unserer Taten zählt. Jeden Tag entscheiden wir neu, ob wir gute Gespräche führen oder Klatsch verbreiten, ob wir den Dialog suchen oder Streit schüren, ob wir die Zusammenarbeit stärken oder eine belastende, negative Atmosphäre entstehen lassen, um nur einige Beispiele zu nennen. Diese scheinbar kleinen „Details” können positive oder negative Auswirkungen haben und sollten uns ständig bewusst sein.
Deshalb müssen wir schon heute handeln. Die Herausforderungen der Gegenwart helfen uns, unsere innere Stärke zu entwickeln und den Frieden Gottes zu finden, einen Frieden, der in unserer Seele bleibt, solange wir diese Haltung bewusst pflegen
Wir betonen: Der Friede Gottes bietet dauerhafte Lösungen, weil er an der Ursache der Probleme ansetzt und starke Wurzeln an einem sicheren Ort schlägt, dort, wo Diebe nicht stehlen, Korruption nicht zerstört und Erdbeben seine Strukturen nicht erschüttern können. Denn der Friede wird in Ihnen verwurzelt sein und Sie selbst werden Hüter Ihres Glaubens und Ihres inneren Friedens sein, der von Gott, dem Höchsten Schöpfer des Universums, kommt.
„Sammelt keine Schätze auf Erden, wo Motten und Rost sie zerstören und Diebe sie untergraben und stehlen; sondern sammelt Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerstören und keine Diebe sie untergraben und stehlen. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein. (Evangelium Jesu nach Matthäus, 6:19 bis 21).“
Deshalb, liebe Leserinnen und Leser, versuchen Sie, die in diesem Text vorgestellten guten Praktiken in Ihrem Alltag umzusetzen. Sie können aus der Erkenntnis heraus, Tochter und/oder Sohn Gottes zu sein, den wahren inneren Frieden fördern. Seien Sie selbst der Wandel, den die Welt braucht, um eine bessere Welt zu werden.
Zum Abschluss dieser Reflexion laden wir Sie zu einer Übung ein, die Geist und Seele zur Ruhe kommen lässt. Lassen Sie sich von diesem Gedicht begleiten, das zugleich ein Gebet ist: „Jesus!“ von Bruder Paiva Netto, zu finden in dem literarischen Werk Ao Coração de Deus — Coletânea Ecumênica de Orações [Zum Herzen Gottes — Eine Ökumenische Gebetssammlung]:

Jesus!
Auf Erden, Christus und Herr!
Er ist bei mir, wohin ich auch gehe.
Ich steige hinab zum Meer, ich steige hinauf zum Himmel,
Ich überwinde Hass und Verleumdungen.
Ich besinge das Licht,
Ich rufe laut: Jesus!
Himmel und Erde werden bestehen.
Wahrheit und Liebe werden herrschen,
Und Gott wird unser Schicksal bestimmen,
Mit der Brüderlichkeit und der Herrlichkeit
Seines Herzens.