Wer ist Gott?

Aus der Redaktion
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04.04.2017 | Dienstag | 8:00 Uhr

Heutzutage wird es von bekannten Wissenschaftlern bereits in Betracht gezogen, dass das Universum, aufgrund seiner Perfektion, von einer Höheren Macht geschaffen wurde, die von vielen als „Gott“ bezeichnet und bekannt ist. Allerdings wirft dies auch Fragen auf, wie: hat Er nun eine menschliche Gestalt und wählt Er nur Privilegierte aus, oder, ist Er eigentlich rachsüchtig? Wo hält Er sich auf? Und mehr noch: ist der Schöpfer des Universums nur in einer einzigen Religion präsent? Zu diesem spannenden Thema bringt Ihnen die Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes deren Beiträge nahe.

Jesus, der Ökumenische Christus, der Göttliche Staatsmann, lehrte uns, anhand Seines Gespräches mit der Samariterin am Brunnen Jakobs, dass „Gott Geist sei“ (Evangelium, nach Johannes, 4:24). Dies ist eine Offenbarung, die für sich allein genommen, sich der Vorstellung von einem menschenähnlichen Gott entgegenstellt, der im Ebenbild des Menschen geschaffen wäre und demzufolge noch unvollkommen sei. Der weiße Haare hat und Falten und der egoistisch ist und zornig. Hierzu schreibt José de Paiva Netto, Vorsitzender und Prediger der Religion des Dritten Jahrtausends in seinem Buch Reflektionen der Seele auf Seite 135: „eines der größten Hindernisse, die von den Menschen auf ihrem großen Weg zur Erkenntnis Gottes, vom wissenschaftlichen Standort aus gesehen, überwunden werden müssen, ist es, geflissentlich darüber nachzudenken, worüber sie forschen: über Etwas oder über Wen? Oder über den Gott Wen und/oder Etwas?(nicht aber etwas, wie eine leere Konservendose auf der Straße, oder ein Stück zerrissenen Papiers), sondern über ein Göttliches Etwas, das, wenn die Wissenschaft Es entschlüsselt hat, ihr zu Horizonten in multiplen Dimensionen von Weisheit und exemplarischer Moral verhilft (…).“ 

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Alziro Zarur (1914-1979), der viel vermisste Verkünder der Religion der Universalen Liebe, bestimmte in seinem „Gedicht des Göttlichen Gottes“:

Gedicht des Göttlichen Gottes

Oh Gott, der Du die Perfektion bist, und den ich
Jetzt zu besingen versuche, in Versen der Aufrichtigkeit,
So habe ich Ihn doch nie gesehen, zu keinem Augenblicke,
So wie auch den Wind oder die Elektrizität.
Aber dieser Gott, der mein ewiger Atem ist,
der Gott der Liebe, der Gerechtigkeit und der Güte,
Ich, der ich Ihn nicht sehe, so fühle ich Ihn doch wahrhaftig,
So wie die Elektrizität, so wie den Wind.

Ich spüre Ihn in purifizierender Sorge,
In der erneuernden Manifestation
Des Schönen, der Reinheit, der Zuneigung.
Mit Ihm spreche ich in unaussprechlichen Gebeten,
Umgeben von unbeschreiblichen Schwingungen,
Die Blitze der Perfektion mir nahe bringen. (…)

Güte – die die Sünde nicht verzehrt –
Vom Göttlichen Geist an Seine Kinder:
Gott kommt immer auf Sein Kind, den Menschen hernieder,
wenn der Mensch sich zu seinem Vater, der Gott ist, erhöht!

Denn ich glaube an diesen unverwelklichen Gott
Der dieser so höchst fehlerhaften Menschheit beisteht:
Der Gott, der von einer so schwer zugänglichen Perfektion ist
Für die so fehlbare Suche des Menschen.

Gott ist die Liebe

Indem er über Gott, den Ursprung von allem sprach, so definierte Ihn der Evangelist Johannes in seinem Ersten Brief als die „Liebe“ (4:16). Um dieses Bekenntnis besser zu verstehen, das ja so einfach ist, aber doch gleichzeitig so tiefgreifend, erläutert der Vorsitzende und Prediger der Religion der Universalen Liebe in seinem Buch Spirituelle Richtlinien der Religion Gottes, Christi und des Heiligen Geistes, Band 3, auf Seite 312: „Gott ist Geist, so verkündete Jesus. Bevor Er sichtbar wird soll Er in der menschlichen Intimität als die Liebe gelebt werden! Das Antlitz des allerhöchsten Schöpfers kann allein in der Seele Seiner Kreaturen identifiziert werden: Liebet einander, so wie Ich euch geliebt habe. Nur so werdet ihr als Meine Schüler erkannt werden: es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt“, so wie dies Christus gelehrt hat. Dies ist das Antlitz Gottes; je mehr wir lieben, desto mehr manifestiert Er sich in uns.“

Gleichfalls zu diesem Thema erklärt der edle Dr. Bezerra de Menezes, Geist, in der Weltrevolution der Geister des Lichts: „Gott ist der am meisten weiterentwickelte Geist, die Summe alles bekannten und existenten Guten, der sich in das Wort Liebe verwandelt. Von daher ist Gott als Entität bereits nicht mehr ein einzelnes Wesen [so als wäre Er ein menschliches Wesen], sondern die Existenz selbst der allerhöchsten Anordnung des Universums. All das, was das Universum ausmacht, das ist Gott [dies ist keine Referenz zum Pantheismus], denn der Schöpfer besteht aus diesem synergetischen Material, das Liebe genannt wird. Die Liebe ist das Ergebnis von allem, es ist das Allerhöchste Leben, das Allerhöchste Wesen. Es ist die Liebe in höchstem Wissen, Denken und Interpretation“ (Zeitschrift Jesus Kommt!, Ausgabe 117, Seite 37).

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Auf diese Weise versteht es sich, dass Gott – also die Liebe – im ganzen Universum gegenwärtig ist. Er ist also nicht auf eine Religion beschränkt, auf ein Gebiet des menschlichen Wissens oder auf eine ausgewählte Gruppe von Menschen. Gott ist überall, ja sogar in uns selbst (Gute Nachricht Christi, nach Lukas, 17:21), in jenem guten Teil, den wir innerlich kultivieren und in den Guten Taten, die wir praktizieren! Es ist dies das Göttliche Wesen, das den Kosmos, unter Berücksichtigung des freien Willens seiner in Evolution befindlichen Kreatur, beherrscht, regiert und kontrolliert.

Und aus diesem Grunde sehen wir Ihn auch nicht als einen strafenden Gott an, der sich an den Menschen rächt. Übrigens, so klärt uns Paiva Netto, hinsichtlich der Göttlichen Gerechtigkeit auf: „Nicht Gott ist es, der straft. Es sind wir selbst, die wir, wenn wir Seinem Gesetz zuwiderhandeln, - und wie oft tun wir dies! - uns selbst bestrafen. Wir wollen doch nicht auch bei den Ewigen Themen die alte Menschengewohnheit der Straflosigkeit wiederholen. Dieses unglaublich schlechte Laster zieht fürchterliche Konsequenzen nach sich, denn es ist ein großer Ansporn zum Verbrechen. Oder haben Sie dies etwa nicht gewusst? Sie wissen es sehr wohl und bedauern dies“, Buch Jesus, der Schmerz und der Ursprung Seiner Autorität – Die Kraft Christi in uns, Seite 256.

Von daher also, wenn wir diese Göttliche Liebe auch im Ganzen verstehen wollen, so müssen wir die Empfehlungen, die vom Himmlischen Vater kommen und die das Glück der Menschen zum Ziele haben, auch respektieren. Es ist also notwendig, dass wir vor allen Dingen dieses Gefühl auf so vortreffliche Weise, mit der konstanten Ausübung des Guten leben, und so unsere Existenz, sowie die unseres Nächsten, immer besser werden lassen. Dann endlich hebt sich von neuem dieser Gedanke des Vorsitzenden und Predigers der Religion der Universalen Liebe hervor: „Das Antlitz Gottes ist die Liebe. Je mehr wir lieben, desto mehr wird sie sich in uns manifestieren.“

Lesen Sie hier weitere Artikel der Religion des dritten Jahrtausends zu diesem Thema:
Gott und die Globalisierung
Gott ist Wissenschaft
Gott, die Gleichung und die Liebe

 

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